Rasenpflege im Frühjahr  

Frühjahrsputz gilt nicht nur für Haus und Wohnung: Auch der Garten wird im Frühling fit gemacht. War im Winter durch Schnee und Eis wenig vom Rasen zu sehen, solltest du ihm jetzt doppelt so viel Aufmerksamkeit schenken. Denn die kalten Monate hinterlassen ihre Spuren.  

Mit der richtigen Rasenpflege bringst du deinen Garten im Handumdrehen wieder auf Vordermann. Aber beachte: Halte den Wetterbericht sorgfältig im Blick, da junge Rasenpflanzen durch Kälte absterben können. Beginne also nicht unter 10 Grad Celsius, also am besten mit deiner Rasenpflege ab März. Dies wäre sonst eine Verschwendung von Zeit, Geld und Energie.  

Bereit für Gartenpartys und Angrillen im Frühling und Sommer? Mit dieser Schritt für Schritt Reihenfolge für die Rasenpflege im Frühjahr und unseren Extra-Tipps klappts zuverlässig.

Schritt für Schritt machst du deinen Rasen fit – die richtige Reihenfolge für die Rasenpflege im Frühjahr  

Vorbereitung und Säuberung: So machst du deinen Rasen frühlingsfit

Die Vorbereitung ist die halbe Miete. Im besten Falle solltest du über den Winter deinen Rasen nicht ganz vernachlässigt und grobe Verschmutzungen wie Äste von Stürmen bereits beseitigt haben. 

Entferne Laub, Äste und andere Ablagerungen von der Rasenfläche mit einem Rechen oder Kehrer. Mit einer Kehrmaschine geht das in kürzester Zeit. Mit einem Laubbläser erledigst du den Rest. Unter dem Laub versteckt sich der Rasen. Begutachte die Ausgangslage und ziehe Schlüsse, wie du weiter vorgehst. Gibt es Maulwurfshügel, um die du dich kümmern musst? Kleine Unebenheiten kannst du mit Gartengeräten wie Hake oder Schaufel ausgleichen.

Das erste Mähen im Frühling 

Bei 10 Grad Celsius Bodentemperatur kannst du bedenkenlos deinen Rasen mähen. Beachte für die erste Rasenpflege im Frühjahr, nicht zu kurz zu schneiden, um Beschädigungen zu vermeiden: Stelle dafür den Rasenmäher auf mittlere Stufe und mähe auf bis zu vier bis fünf Zentimeter runter. Diesen Vorgang kannst du ein paar Mal wiederholen, bevor du mit der weiteren Rasenpflege fortfährst.  

Vertikutieren hilft den Boden zu lockern

Bilden sich nach dichten Regenfällen Pfützen auf deinem Rasen, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Untergrund lehmig und stark verdichtet ist. Mit einem Aerifizierer kannst du mehrmals tief in den Rasen stechen, um ihn grundlegend zu lockern. Viele Vertikutierer besitzen ebenfalls eine Aerifizierungsfunktion. So sparst du dir mit einem guten Gerät diesen Schritt. 

Um den Boden zu lockern und zu lüften, geht es ans Vertikutieren. Durch das Vertikutieren wird auf deiner Rasenfläche die Grasnarbe angeritzt, mit dem Ziel, Mulch oder altes Schnittgut sowie Moos zu entfernen. Besonders wenn Schnee und Eis lag, mangelt es dem Rasen an Sauerstoff. Abgestorbene Pflanzenteile bilden eine Schicht aus organischem Material - den sogenannten Rasenfilz. Dieser nimmt den Gräsern Licht und Sauerstoff und lässt ihn blass und ungenährt aussehen. Das Vertikutieren macht ihn dichter und strapazierfähiger. Somit ist das Vertikutieren ein wichtiger Schritt für deine Rasenpflege im Frühling.  

Tipp: Vertikutiere deinen Rasen nicht nur im Frühling, sondern auch im Herbst. So gewährleistest du eine bessere Versorgung, erhöhtes Rasenwachstum und Überwinterung, in dem du den Prozess zwei Mal im Jahr durchführst. 

Wann sollte man den Rasen im Frühjahr düngen?  

Rasenfilz und Moos sind beseitigt und deine Gräserwurzeln bekommen nun mehr Sauerstoff. Jetzt kannst du deinen Rasen mit der Frühjahrsdüngung nähren. Warte für das Rasendüngen im Frühjahr ein paar Tage bis zu zwei Wochen nachdem du den Boden bearbeitet hast. Mit dem richtigen Dünger deckst du einen hohen Teil an Nährstoffen, die dein Rasen jetzt braucht. 

Achte darauf, auch erst ab einer Temperatur von mindestens 10 Grad Celsius zu düngen.  Bei der Wahl des passenden Start-Düngers solltest du außerdem darauf achten, dass er zunächst das Wurzelwachstum unterstützt und anschließend für eine dichte, sattgrüne Grasnarbe sorgt. Zudem spielt die Qualität der enthaltenen Nährstoffe eine entscheidende Rolle dabei, wie gut der Rasendünger bereits bei niedrigen Temperaturen wirkt. 

Tipp: Du solltest stets bei trockenem Wetter düngen, denn bei Regen „verklebt“ der Dünger und kann nicht richtig in die Bodenoberfläche eindringen. 

Rasen-Samen säen, um den Boden auszugleichen 

Um kahle Stellen und einen undichten Boden auszugleichen, kannst du Rasen-Samen sähen. Achte darauf, dass der Boden stets befreit von Pflanzenresten ist.  

Wähle die richtige Saatgutmischung. Von Hand oder per Rasenspreizer 20–30 g/m² säen. Dann arbeitest du die Saat mit einem Rechen gut in den Boden ein. Achte darauf, nicht zu tief zu gehen, sonst keimen die Samen nicht so gut. Mit einer Gartenwalze drückst du den Boden leicht an, damit die Samen Kontakt zur Erde haben. Danach geht’s ans Bewässern: Das erledigt der Regen, ein Rasensprenger oder du per Hand mit einem Gartenschlauch mit Feinsprühstrahl. 

Halte den Rasen ständig feucht, allerdings ohne Pfützen zu bilden. In den ersten zwei bis drei Wochen solltest du also täglich gießen. Die ersten Halme erscheinen zwischen einer und drei Wochen. Das hängt von der Witterung und dem Saatgut ab. Sobald der Rasen wieder eine Höhe von acht bis zehn Zentimetern erreicht hat, kannst du ihn wieder schneiden.  

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Wann sollte ich den Rasen nach dem Aussäen erneut mähen? 

Hat sich der Rasen erst einmal erholt und ist stabil gewachsen, ist es Zeit, erneut zu mähen. 

Achte darauf, dass die Messer deines Rasenmähers stets scharf sind. Sonst schädigst du den Halmen. Das sorgt für ein ungleichmäßiges Ergebnis und erschwert die Pflege. Also am besten vor dem nächsten Rasenschnitt gleich noch mal Nachschärfen!  

Ein regelmäßiges Schneiden und Düngen halten den Rasen gesund. Besonders nach dem Säen solltest du wieder nach vier bis sechs Wochen stickstoffreichen Rasendünger verwenden.  

Extra-Tipp: Den Boden sanden  

Im Frühjahr oder – zur Vorbereitung im Frühherbst – kannst du den Boden sanden. Besonders bei lehmigen Böden ist diese Pflegemaßnahme äußerst sinnvoll. 

Beim Sanden gehst du wie folgt vor:  

  • Den Boden lockern 

  • Bei lehmigen Böden Sand einarbeiten 

  • Die Erde mit einer breiten Harke ebnen 

  • Die Fläche einwalzen 

  • Restliche Unebenheiten beseitigen 

Das Sanden verbessert die Bodenqualität und Rasengesundheit. Daher kannst du überlegen, es direkt in die nächste Rasenpflege im Frühling zu integrieren.  

Sollte ich den Rasen im Frühjahr kalken?  

Moos und Unkraut sind Anzeichen für einen übersäuerten Rasen. Wenn du die Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Rasenpflege im Frühjahr schon angewendet hast, kann das Kalken der letzte Schritt sein. Aber beachte: Das Kalken ist kein Zaubertrick. Wie die gesamte Rasenpflege, braucht es Zeit und Geduld.  

Das Kalk sorgt für einen alkalischen Untergrund und arbeitet einer Übersäuerung entgegen, die häufig zu unerwünschtem Klee, Löwenzahn oder Brennnesseln führt. Rasenkalken solltest du stets nach dem Vertikutieren und im Frühjahr oder Herbst anwenden. 

Einen Bodentest machen 

Ein Bodentest ist der sicherste Weg, um herauszufinden, wie es deinem Rasen geht oder was ihm fehlt. Nährstoffe, pH-Wert, Humusgehalt und Bodenart – dazu kannst du dir einen Selbsttest für zu Hause kaufen oder eine Probe deines Rasens in ein darauf spezialisiertes Labor schicken.  

Anhand des pH-Wertes kannst du das Ergebnis schnell selbst interpretieren. Je nach Ergebnis der Bodenanalyse kannst du dann die richtige Maßnahme ergreifen: Kalk verbessert sauren Boden, wohingegen Kompost oder organischer Dünger die Bodenstruktur optimiert. Der optimale pH-Wert für Rasen liegt um 5,5–7,0

Fazit – Rasenpflege im Frühling leicht gemacht  

Mit den Tipps zur Schritt für Schritt der Frühjahrs-Rasenpflege steht dir und dem gesunden Wachstum deines Rasens nichts mehr im Wege, diesen Sommer in deinem Garten zu sitzen und barfuß auf dem Rasen zu spazieren. Vielleicht erledigst du gleich die gesamte Gartenarbeit im Frühjahr? Leg jetzt los und genieße schon bald die schönen Frühlingstage bei dir zu Hause!