Vertikutieren hilft den Boden zu lockern
Bilden sich nach dichten Regenfällen Pfützen auf deinem Rasen, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Untergrund lehmig und stark verdichtet ist. Mit einem Aerifizierer kannst du mehrmals tief in den Rasen stechen, um ihn grundlegend zu lockern. Viele Vertikutierer besitzen ebenfalls eine Aerifizierungsfunktion. So sparst du dir mit einem guten Gerät diesen Schritt.
Um den Boden zu lockern und zu lüften, geht es ans Vertikutieren. Durch das Vertikutieren wird auf deiner Rasenfläche die Grasnarbe angeritzt, mit dem Ziel, Mulch oder altes Schnittgut sowie Moos zu entfernen. Besonders wenn Schnee und Eis lag, mangelt es dem Rasen an Sauerstoff. Abgestorbene Pflanzenteile bilden eine Schicht aus organischem Material - den sogenannten Rasenfilz. Dieser nimmt den Gräsern Licht und Sauerstoff und lässt ihn blass und ungenährt aussehen. Das Vertikutieren macht ihn dichter und strapazierfähiger. Somit ist das Vertikutieren ein wichtiger Schritt für deine Rasenpflege im Frühling.
Tipp: Vertikutiere deinen Rasen nicht nur im Frühling, sondern auch im Herbst. So gewährleistest du eine bessere Versorgung, erhöhtes Rasenwachstum und Überwinterung, in dem du den Prozess zwei Mal im Jahr durchführst.
Wann sollte man den Rasen im Frühjahr düngen?
Rasenfilz und Moos sind beseitigt und deine Gräserwurzeln bekommen nun mehr Sauerstoff. Jetzt kannst du deinen Rasen mit der Frühjahrsdüngung nähren. Warte für das Rasendüngen im Frühjahr ein paar Tage bis zu zwei Wochen nachdem du den Boden bearbeitet hast. Mit dem richtigen Dünger deckst du einen hohen Teil an Nährstoffen, die dein Rasen jetzt braucht.
Achte darauf, auch erst ab einer Temperatur von mindestens 10 Grad Celsius zu düngen. Bei der Wahl des passenden Start-Düngers solltest du außerdem darauf achten, dass er zunächst das Wurzelwachstum unterstützt und anschließend für eine dichte, sattgrüne Grasnarbe sorgt. Zudem spielt die Qualität der enthaltenen Nährstoffe eine entscheidende Rolle dabei, wie gut der Rasendünger bereits bei niedrigen Temperaturen wirkt.
Tipp: Du solltest stets bei trockenem Wetter düngen, denn bei Regen „verklebt“ der Dünger und kann nicht richtig in die Bodenoberfläche eindringen.
Rasen-Samen säen, um den Boden auszugleichen
Um kahle Stellen und einen undichten Boden auszugleichen, kannst du Rasen-Samen sähen. Achte darauf, dass der Boden stets befreit von Pflanzenresten ist.
Wähle die richtige Saatgutmischung. Von Hand oder per Rasenspreizer 20–30 g/m² säen. Dann arbeitest du die Saat mit einem Rechen gut in den Boden ein. Achte darauf, nicht zu tief zu gehen, sonst keimen die Samen nicht so gut. Mit einer Gartenwalze drückst du den Boden leicht an, damit die Samen Kontakt zur Erde haben. Danach geht’s ans Bewässern: Das erledigt der Regen, ein Rasensprenger oder du per Hand mit einem Gartenschlauch mit Feinsprühstrahl.
Halte den Rasen ständig feucht, allerdings ohne Pfützen zu bilden. In den ersten zwei bis drei Wochen solltest du also täglich gießen. Die ersten Halme erscheinen zwischen einer und drei Wochen. Das hängt von der Witterung und dem Saatgut ab. Sobald der Rasen wieder eine Höhe von acht bis zehn Zentimetern erreicht hat, kannst du ihn wieder schneiden.